von Erwin Witzki - Neckartenzlingen.
Zum Kommentar „Ins Schwarze" vom 13. Februar. Ich habe mich am Samstag überwunden und den Kommentar von Wolfgang Molitor gelesen. Und was finde ich? Schlimmsten Agitprop-Journalismus. Da wird den Kritikern von Herrn Westerwelle unterstellt, sie würden so Selbstverständlichkeiten wie das Lohnabstandsgebot beanstanden, Die zu Recht kritisierten beleidigenden Ausfälle des Herrn Westerwelle zu den Arbeitslosen werden verschwiegen. Ich dachte, diese Art Journalismus hätten wir in Deutschland überwunden.
Zu erwähnen sei noch, dass der FDP-Vorsitzende sich nie in der freien Wirtschaft bewähren musste. Bedenklich ist auch das Staatsverständnis des Außenministers. Über Jahrzehnte werden Kosten von den oberen Einkommen nach unten verlagert und dann dem steuerzählenden Bürger der Staat als unersättlicher Moloch dargestellt. Hier scheint die Ideologie des Neoliberalen Friedrich Hayek auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein, nach der der Markt auch die Demokratie überflüssig mache. Der von der FDP propagierte Stufentarif bei der Einkommenssteuer ebenso wie die Kopfpauschale bei der Kranken Versicherung dienen ebenfalls zur Kosten-Verlagerung nach unten. Wenn das Sozialstaatgebot, Solidarität und ein christliches Gesellschaftsmodell Sozialismus sind, dann bin ich, das sage ich den Herren Westerwelle und Molitor, gerne Sozialist.